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Erfolgsfaktor Location: Worauf es bei der Wahl wirklich ankommt

Im Gespräch mit Martin Horneber

Viele Unternehmen investieren viel Zeit in Inhalte, Methoden und Ziele ihrer Teamevents. Doch ein Faktor wird oft unterschätzt: die Location. Reicht der Besprechungsraum im Büro oder braucht es einen besonderen Ort, damit ein Team wirklich in Bewegung kommt?

Martin Horneber begleitet seit vielen Jahren Unternehmen als Moderator und Coach und gestaltet als Unternehmer und Gastgeber mit seinem Team in der Kernmühle bei Nürnberg erfolgreich Teamtage, Workshops und Firmenevents.

Wie die richtige Location ein Event zum Erlebnis macht

Martin, warum spielt die Location eine so große Rolle für ein gelungenes Firmenevent?

Martin Horneber: „Räume wirken. Sie beeinflussen, wie Menschen denken, fühlen und miteinander in Kontakt treten. Eine passende Umgebung schafft einen Rahmen, in dem Motivation, Offenheit und Kreativität wachsen können.

Wenn Teams aus ihrem gewohnten Umfeld herauskommen, entsteht automatisch ein anderer Fokus. Die Umgebung wird zum Resonanzraum für Begegnung und genau das macht den Unterschied zwischen einem Pflichttermin und einem echten Erlebnis.“
 

Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl einer Location achten?

Martin Horneber: „Natürlich müssen die Basics stimmen: Größe, Ausstattung, Erreichbarkeit, Technik. Aber das ist nur die Grundlage. Entscheidend sind die weichen Faktoren:

  • eine Atmosphäre, in der sich Menschen wohlfühlen
  • flexible Räume, die unterschiedliche Formate ermöglichen
  • ein Service, der Teams entlastet
  • eine Umgebung, die inspiriert statt ablenkt

Eine gute Location ist nicht nur ein Ort, sondern ein aktiver Teil des Eventkonzepts.“
 

Gab es einen Moment, in dem du erlebt hast, wie eine Location ein Team komplett verändert hat?

Martin Horneber: „Ein Team kam zu uns, nachdem mehrere interne Workshops im Büro kaum Wirkung gezeigt hatten. Schon der Ortswechsel hat etwas gelöst. Die Natur rundherum, die Möglichkeit, draußen zu arbeiten, und die flexible Raumgestaltung haben das Team komplett anders miteinander in Kontakt gebracht.

Die Ergebnisse waren kreativer, die Stimmung entspannter, und die Umsetzung danach deutlich nachhaltiger. Manchmal braucht es einfach einen Ort, der Menschen aus dem Kopf in die Begegnung bringt.“
 

Welche Fehler sollten Unternehmen bei der Locationwahl unbedingt vermeiden?

Martin Horneber: „No-Gos gibt es einige:

  • Räume ohne Tageslicht oder schlechte Akustik
  • zu wenig Platz für Gruppenarbeiten
  • starre Raumkonzepte ohne Anpassungsmöglichkeiten
  • unzuverlässige Technik
  • unpersönlicher oder überforderter Service

Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, leidet das Event, ganz egal wie gut das Programm ist.“
 

Was sollte vor der Buchung einer Location unbedingt gecheckt werden?

  • Passt die Location zur Teamgröße und zum Ziel des Events?
  • Gibt es flexible Räume für unterschiedliche Programmpunkte?
  • Sind die technischen Voraussetzungen zuverlässig?
  • Wird persönliche Betreuung angeboten?
  • Spiegelt die Location die Werte des Unternehmens wider?

Locationwahl beim Firmenevent: Zuständigkeiten, Budget und Ziele

Wer entscheidet eigentlich über die Location?

Martin Horneber: „Da ist unsere Erfahrung so: Meistens wird die Teamassistenz oder die Frau vom Chef auf die Suche geschickt mit der Bitte, interessante Locations herauszusuchen. Und die schauen sich die Homepages an, rufen dann an, bitten um ein Angebot. Und dann entscheidet die Teamleitung, der Chef oder die Chefin selbst, wenn es zusagt.“ 
 

Sind Pauschalpakete sinnvoll?

Martin Horneber: „Im Firmenbereich ja. Solche Veranstaltungen werden beantragt und budgetiert. Manchmal ist es bei Veranstaltungen so, dass der Chef spontan zusätzliche Ausgaben freigibt oder sagt: „Das übernehme ich jetzt auf meine Verantwortung“, wenn er den Mitarbeitenden noch etwas Besonderes ermöglichen möchte. Aber die meisten Firmen möchten schon gerne ein klares pauschales Angebot mit fixem Endpreis.“
 

Haben unterschiedliche Unternehmensbereiche unterschiedliche Anforderungen?

Martin Horneber: „Vertriebsmitarbeiter wollen eher Action, wie eine Team-Olympiade, Sachen mit Wettbewerbscharakter, die kreatives Herangehen fordern und fördern. Die Verwaltung will eher niederschwellige Angebote, die nicht so sehr sportlich oder wettbewerbsorientiert sind und trotzdem Spaß machen. Und dann gibt es einen großen Teil von Mitarbeitern, die eher handwerklich tätig sind. Zum Beispiel ein Unternehmen, das bei uns war, war in der Abfallbranche tätig. Bei denen spielt eine urige Location mit leckerem, eher deftigem Essen eine Rolle. Die wollen nicht bespaßt werden, sondern viel Raum, um sich zu unterhalten oder zum Beispiel verschiedene Stationen wie Hau den Lukas oder Dartspiele haben und abends dann gemütlich an Feuerschalen sitzen.”

Vielen Dank für das Interview!
Lesen Sie hierzu auch den zweiten Teil des Interviews!
So gelingt das perfekte Programm für Firmentagungen
 

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