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Geschichten rund ums Brotbacken auf der Kernmühle

Bevor euch jetzt gleich das Wasser im Mund zusammenläuft - nehmt noch einmal einen großen Bissen von eurem Brot - sozusagen als Wegzehrung. Denn jetzt geht es um leckeres, knuspriges, saftiges Brot. Von den Ägyptern erfunden, von den Römern in ganz Europa verbreitet - und auf der Kernmühle schon immer Bestandteil einer gesunden Ernährung.

Seit über 115 Jahren ist die Kernmühle in Familienbesitz der Familie Horneber. Früher gab es einen Brotbackofen, der mit Holz geschürt wurde. Um die Familie und auch die Mühlenmitarbeiter zu versorgen, wurde in diesem Ofen alle vier Wochen richtig viel Sauerteigbrot gebacken. Es gibt heute noch einen Holztrog, der aus dieser Zeit stammt und in dem der Teig geknetet wurde. Johanna Horneber, die von 1947 bis 2019 auf der Kernmühle gelebt hat (meine Schwiegermutter), hat dann 1984 das Backen wiederbelebt. Der alte Ofen war aber leider schon abgebrochen worden, so dass sie in ihrem Haushaltsherd experimentiert hatte.

Als dann Martin, der jüngste Sohn, den Hof übernommen hat… mit mir, der Schwiegertochter, haben wir das Brotbacken richtig aufleben lassen.

1985 nach unserer Heirat und dann im Jahr darauf, bei der Übernahme des Hofes und Umstellung des landwirtschaftlichen Betriebs auf Bioland Landwirtschaft, sind wir intensiver ins Brotbacken mit Sauerteig eingestiegen. Wir haben eine kleine BrotWerkstatt /Backstube eingerichtet mit drei Steinbacköfen und einem Hubkneter…ein tolles Gerät aus einer aufgelassenen Bäckerei. Stellt euch vor, dieses Gerät ist schon sehr alt, aber knetet immer noch beständig.

Seit einiger Zeit gibt es nun wieder Brot zu kaufen, denn ich habe beschlossen, nicht nur mein Backwissen weiterzugeben, sondern wieder alle zwei Wochen aktiv in größerem Stil zu backen.

Mein Schwiegermutter Hanne hatte hier auf der Kernmühle das Brotbacken eingeführt. Als junge Frau durfte sie so eine Art Praktikum auf dem Kohlerhof bei Landshut machen. Sie hat dort mitgemacht und wurde von der alten Bäuerin ins Backen eingeführt.

Gesunde Ernährung wurde bei uns hier schon immer großgeschrieben. Brote müssen nicht nur schmecken, sie sollen auch einen gesundheitlichen Wert haben mit hohem Ballaststoffanteil. Das war auch schon meinen Schwiegereltern wichtig und so entwickelten wir zu unseren aktiven Hofladenzeiten viele verschiedenen Vollkornkastenbrote und  Brotlaibe.

Ich mag sehr gerne das freigeschobene Brot, dass heißt als Laib gebacken ohne Form. Deshalb biete ich heute verschiedene Brotlaibe mit Natursauerteig oder auch langer Hefeteigführung an.

Meine Idee: Regelmäßig gibt es Roggenmischbrot und unser Kernmühler Landbrot. Und dann gibt es immer mal was Neues - alle 14 Tage andere Sorten. Es soll ja kreativ sein und vor allem immer wieder ein neues Geschmackserlebnis. Ein Kunde, der kürzlich sein Brot bei mir kauft meinte: „in Corona Zeiten brauchen wir Geschmackserlebnisse und dein Brot gehört definitiv dazu“.

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